FINANZEN: Fed-Gouverneur Barr warnt vor Stablecoin-Risiken – Behörden treiben Umsetzung der GENIUS-Act-Regeln voran

Fed-Gouverneur Michael Barr hat vor erheblichen Risiken bei Stablecoins gewarnt. Bei der Veranstaltung "The GENIUS Act in Practice" der Federalist Society in Washington nannte er insbesondere die Qualität der Reserveaktiva, regulatorische Arbitrage, Geldwäsche und mögliche Folgen für die Finanzstabilität. Barr sagte, der GENIUS Act schaffe "notwendige Klarheit". Ob das Gesetz wirke, hänge entscheidend davon ab, wie Bundes- und Landesbehörden die Details in der Praxis ausgestalten. Zu den zentralen Punkten zählten Geldwäsche-Risiken durch Käufe am Sekundärmarkt ohne Kundenidentifizierung, die Anfälligkeit der Reservewerte in Stressphasen sowie die Möglichkeit, dass Emittenten unter mehreren Aufsichtsstellen auf Bundes- und Bundesstaatenebene den jeweils nachsichtigsten Regulator wählen. Die zuständigen Bundesbehörden müssen bis zum 18. Juli 2026 ein umfassendes Regelwerk für Stablecoins finalisieren. Barr betonte zudem, Stablecoins würden derzeit vor allem für den Kryptohandel genutzt und in ausländischen Jurisdiktionen als dollarbasierter Wertspeicher eingesetzt. Perspektivisch könne der Einsatz auf Bereiche wie Remittances, Handelsfinanzierung und das Treasury-Management von Unternehmen ausgeweitet werden.