US-Börsenaufsicht SEC will in den kommenden Wochen Innovationsausnahme für tokenisierte Vermögenswerte einführen

Wie The Block berichtet, hat der Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses (House Committee on Financial Services) eine Anhörung unter dem Titel "The Future of Tokenization and Securities: Modernizing Capital Markets" abgehalten. Parallel dazu bereitet die US-Börsenaufsicht SEC die Einführung eines innovativen Ausnahmeregimes für tokenisierte Vermögenswerte vor, das als eine Art regulatorischer Sandbox-Ansatz für Onchain-Assets dienen könnte. SEC-Chef Paul Atkins erklärte, die Aufsicht werde zu zentralen Fragen künftiger Regelsetzung öffentliche Stellungnahmen einholen. In der Vergangenheit hat die SEC mehrere Vorhaben im Umfeld tokenisierter Wertpapiere gebilligt: Im Dezember des vergangenen Jahres erhielt die Depository Trust & Clearing Corporation (DTCC) die Genehmigung, bestimmte hochliquide Vermögenswerte auf einer vorab zugelassenen Blockchain zu tokenisieren. Die New York Stock Exchange (NYSE) kündigte Pläne an, eine Plattform für den Handel mit tokenisierten Wertpapieren samt Onchain-Abwicklung aufzubauen. Zudem genehmigte die SEC bei Nasdaq Regeländerungen zur Unterstützung des Handels mit tokenisierten Aktien. In der Anhörung äußerten mehrere Abgeordnete Vorbehalte. Der Abgeordnete Brad Sherman warnte, ein solches Ausnahmeregime könne einen "Zwei-Klassen-Markt" schaffen, in dem tokenisierte Wertpapiere auf der Blockchain zentrale Wertpapierregeln umgehen. Die Abgeordnete Maxine Waters verwies auf Lehren aus der Finanzkrise 2008 und stellte infrage, ob Tokenisierung Investoren tatsächlich nützt oder vor allem "Intermediären" dient. Außerdem thematisierte sie mögliche Interessenkonflikte im Zusammenhang mit Trumps Krypto-Beständen.