USA legen Regelentwurf vor: Kryptowährungen könnten in 401(k)-Plänen erlaubt werden

Das US-Arbeitsministerium hat einen Regelentwurf vorgelegt, der es 401(k)-Rentenplänen erleichtern soll, alternative Anlageklassen wie Kryptowährungen, Private Equity und Immobilien aufzunehmen. Hintergrund ist eine im August veröffentlichte Executive Order von Präsident Donald Trump, die das Arbeitsministerium und die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission anweist, den Zugang zu alternativen Anlagen in 401(k)-Plänen auszuweiten. "Dieser Regelentwurf zeigt, wie Pläne Produkte in Betracht ziehen können, die die heutige Investmentlandschaft besser abbilden", erklärte Arbeitsministerin Lori ChavezDeRemer. Bei einer Umsetzung würde dies die Konstruktion von Altersvorsorgeplänen spürbar verändern. Viele 401(k)-Programme setzen seit Jahren vor allem auf Aktien und Anleihen. Künftig könnten Anbieter eine breitere Mischung aufnehmen, darunter digitale Token sowie Private-Market-Fonds, die nicht an öffentlichen Börsen gehandelt werden. Der Schritt knüpft an frühere Änderungen an: Im Mai hatte das Arbeitsministerium eine ältere Leitlinie zurückgenommen, die Treuhänder zu "äußerster Vorsicht" bei der Aufnahme von Krypto in Altersvorsorgepläne angehalten hatte. Trumps Executive Order ging darüber hinaus und forderte, digitale Vermögenswerte bei Anlageoptionen gleichzustellen. Aus dem Kongress und von Finanzberatern kommt Kritik. Senatorin Elizabeth Warren erklärte, in einer Phase, in der "Risse" im Private-Credit-Markt sichtbar würden, die Private-Equity-Renditen auf ein 16-Jahres-Tief fielen und Krypto weiter nachgebe, habe Präsident Trump entschieden, diese riskanten Anlagen in die 401(k)s der Amerikaner zu bringen. Sie warnte, die Regel könne Beschäftigte Verlusten aussetzen und großen Finanzhäusern nutzen. Für den Kryptomarkt könnte die Debatte bedeutend sein. In US-401(k)-Plänen liegen Billionen US-Dollar an Altersvorsorgevermögen; schon eine kleine Umschichtung in digitale Assets könnte neues Kapital in den Markt lenken. Würde ein großer Plan mit Zehntausenden Beschäftigten nur 1% seines Portfolios in Bitcoin investieren, entspräche das Millionenbeträgen, die in Krypto-Fonds oder Token fließen könnten.