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2026-06-05
vor 15 Min.
Glassnode: Bitcoin-Optionsmarkt sendet bei Kursrückgang klare Abwehrsignale
Glassnode sieht im Bitcoin-Optionsmarkt eine zunehmend defensive Positionierung. Wie ME News am 5. Juni (UTC+8) berichtete, fiel BTC aus seiner mehrmonatigen Handelsspanne nach unten heraus und testete das Februartief. Parallel dazu traten mehrere Schutzsignale gleichzeitig auf. Die implizite Volatilität (IV) für Laufzeiten von einer Woche sprang auf nahezu 60% und lag damit deutlich über den rund 30% der Vorwoche. Auch länger datierte Volatilitäten zogen breit an. Der 25D-Skew stieg kräftig: Der 1‑Wochen‑Skew erreichte bis zu 30%, der 1‑Monats‑Skew kletterte über 23%. Das deutet auf anhaltend hohe Nachfrage nach Absicherung gegen weitere Kursrückgänge hin. Call-Prämien wurden über kurze wie lange Laufzeiten hinweg spürbar abgebaut. In den vergangenen sieben Tagen dominierten Put-Käufe die Kapitalflüsse und machten 31,5% des Prämienvolumens im Optionshandel aus. Die 1‑Monats‑IV liegt inzwischen über 40%, während die realisierte Volatilität nahe 35% verharrt. Dadurch weitete sich die Volatilitätsrisikoprämie auf den höchsten Stand seit mehreren Wochen aus. Zudem verortet Glassnode die Zone der maximal negativen Gamma-Exponierung bei 65.000 US-Dollar. Damit bewegt sich BTC in einem breiten bärischen Gamma-Korridor, in dem Hedging-Aktivitäten von Market Makern die Kursausschläge verstärken können. Insgesamt bleibe die Positionierung am Optionsmarkt defensiv ausgerichtet. (Quelle: BlockBeats)
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vor 25 Min.
Bitcoin-Stimmung kippt auf Extrem-Pessimismus nach Kursrutsch
Die Stimmung rund um Bitcoin (BTC) schwankte zuletzt besonders stark mit dem Kursverlauf. Daten von Santiment für den Zeitraum vom 21. Mai bis 4. Juni zeigen: Am optimistischsten waren Marktteilnehmer ausgerechnet nahe dem Hoch, am pessimistischsten nahe dem Tief. Den Stimmungshöhepunkt nach oben gab es am 22. Mai, als Bitcoin in diesem Zeitraum nahe 78.000 US-Dollar notierte. Das Maximum an Bärenstimmung wurde am 3. Juni gemessen, als der Kurs in Richtung des Periodentiefs fiel. Sentiment gilt zwar nicht als Timing-Instrument, doch maximale Überzeugung an Hochs und maximale Angst an Tiefs laufen oft dem Punkt entgegen, an dem sich Trades typischerweise auszahlen. Zuletzt wurde Bitcoin bei rund 62.400 US-Dollar gehandelt, etwa 20% unter dem Hoch von Ende Mai. Parallel dazu hat sich das Risikoumfeld eingetrübt. Die Investitionswelle in KI-Unternehmen, die globale Aktienmärkte in diesem Jahr auf Rekordstände getrieben hatte, geriet ins Stocken, nachdem Broadcom mit seiner Chip-Prognose hinter den Erwartungen zurückblieb. In Asien verlor der südkoreanische KOSPI 4,7%, zudem fielen der Won und Indonesiens Rupiah auf Mehrjahrestiefs, während Kapital aus Emerging Asia abfloss. Bei den Krypto-Fonds drehte der Trend nur minimal: US-Spot-Bitcoin-ETFs beendeten am Donnerstag eine 13-tägige Abflussserie von insgesamt 4,4 Mrd. US-Dollar mit einem kleinen Zufluss von 3,05 Mio. US-Dollar. Spot-Ether-ETFs stoppten am selben Tag ihre parallele Serie von 17 Sitzungen mit Zuflüssen von 19,30 Mio. US-Dollar. Gemessen an den vorangegangenen Serien sind beide Werte zu klein, um von einem klaren Regimewechsel zu sprechen. Im Fokus steht nun der US-Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls) am Freitag um 8:30 Uhr ET als binärer Auslöser. Ein schwacher Wert würde die Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh wiederbeleben und dürfte Risikoanlagen stützen. Ein starker Wert könnte den Abverkauf verlängern. Zusätzlich richtet sich der Blick auf die runde Marke von 60.000 US-Dollar: Sollte sie vor den Daten getestet werden, könnte das Kursverhalten dort Hinweise auf die kurzfristige Marktstimmung liefern. Ein Chart zur relativen Entwicklung der Bitcoin-Marktkapitalisierung gegenüber einem Altcoin-Index (ohne die 10 größten Token) zeigt zudem: Bitcoin hat über mehrere Wochen relativ schlechter abgeschnitten, während das Altcoin-Maß zulegte. Das Verhältnis testete zuletzt einen Widerstand, der seit mehr als einem Jahr Bestand hat. Sollten die Rückgänge bei zcash, hyperliquid und near anhalten, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Verhältnis weiter zurückfällt.
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vor 27 Min.
BlackRocks Bitcoin-ETF verzeichnet Mittelzufluss von 47,66 Mio. US-Dollar
Der Bitcoin-ETF von BlackRock hat einen Mittelzufluss von 47,66 Mio. US-Dollar verbucht.
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vor 27 Min.
UPDATE: US-Spot-Bitcoin-ETFs beenden Rekordserie von 13 Tagen mit Mittelabflüssen
UPDATE: US-Spot-Bitcoin-ETFs haben eine Rekordserie von 13 Handelstagen mit Nettoabflüssen beendet. Die US-Spotfonds verzeichneten Nettozuflüsse von 3,05 Mio. US-Dollar. Zuvor waren seit Mitte Mai insgesamt rund 4,4 Mrd. US-Dollar abgeflossen.
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vor 45 Min.
Bitcoin fällt 13%: Bärenmarkt erreicht Spätphase
Bitcoin hat in den vergangenen sieben Tagen 13% verloren und damit eine deutliche Verschlechterung der Profitabilität sowie einen sprunghaften Anstieg realisierter Verluste ausgelöst. Spot-Verkäufer haben die Kontrolle zurückgewonnen. US-Investoren in Spot-ETFs rutschten nach Widerstand nahe ihrer Einstandskosten wieder in nicht realisierte Verluste, während der Optionsmarkt weiterhin erhöhte Risiken einpreist. Marktüberblick Bitcoin fiel in den Bereich um 67.000 US-Dollar und liegt damit etwa in der Mitte zwischen dem Realized Price und dem sogenannten "True Market Mean". Auffällig: Die Kostenbasis der Short-Term Holder sank auf 76,4 Tsd. US-Dollar und liegt erstmals seit Januar 2022 unter dem True Market Mean. Das gilt als typisches Muster einer späten Bärenmarktphase. Die 7-Tage-Durchschnittskennzahl des realisierten Gewinn/Verlust-Verhältnisses brach von einem lokalen Hoch bei 3,16 auf 0,29 ein und ähnelt damit der Panikphase Anfang Februar. Der 90-Tage-Durchschnitt überschritt zugleich nie die Marke von 2. Das stützt die Einschätzung, dass der Anstieg bis 82.000 US-Dollar eher eine Bärenmarktrally als ein struktureller Wendepunkt war. Realisierte Verluste steigen deutlich Die täglich realisierten Verluste stiegen auf 1,35 Mrd. US-Dollar. Davon entfallen laut Auswertung 770 Mio. US-Dollar pro Tag auf Long-Term Holder, die vor Januar 2026 gekauft hatten und nun nahe zyklischer Hochs mit Verlust verkaufen. Das deutet auf eine beschleunigte, aber noch nicht abgeschlossene Umverteilung von Angebot hin. ETF-Niveau bei 83.000 US-Dollar bleibt zentrale Hürde Die jüngste Erholung scheiterte nahezu punktgenau am aggregierten Einstandsniveau der US-Spot-ETFs bei rund 83.000 US-Dollar. Damit wurde eine frühere Unterstützung zur klaren Widerstandszone. Viele ETF-Anleger dürften dort Positionen reduziert oder auf Break-even geschlossen haben. Solange Bitcoin dieses Niveau nicht zurückerobert, bleibt die ETF-Positionierung ein Gegenwind; eine nachhaltige Rückkehr darüber würde den durchschnittlichen ETF-Investor wieder in die Gewinnzone bringen und könnte die Stimmung verbessern. Spot-Markt: Kaufdruck versiegt Der Verkaufsdruck im Spotmarkt nahm deutlich zu. Die 7-Tage-Spot-Volumen-Delta-Kennzahl drehte stark ins Negative und erreichte den schwächsten Stand seit dem Ausverkauf im Februar. Nach einer längeren Phase spotgetriebener Akkumulation im April und Anfang Mai ist dieser Nachfrageimpuls ausgelaufen, Verkäufer dominieren erneut das Orderbuch. Anhaltend negative Spot-Delta-Werte gehen häufig mit Kapitulation oder dem Beginn einer breiteren Trendwende einher; aktuell spricht das eher für fortgesetzte Distribution, bei der Rallys zum Abbau genutzt werden. Derivate: große Long-Liquidationen, aber kein Extrem Der Rückgang unter 70.000 US-Dollar löste eine der größten Liquidationswellen dieses Zyklus aus: Über 400 Mio. US-Dollar an gehebelten Long-Positionen wurden zwangsweise geschlossen. Das reduziert zwar Hebel im System, bleibt aber unter den Ereignissen aus Oktober 2025 und Februar 2026. Entscheidend ist, ob Spot-Nachfrage die frei werdende Angebotsmenge aufnehmen kann. Optionsmarkt: implizite Volatilität sinkt, Risikoprämie steigt Trotz der Kursbewegung bleibt der übergeordnete Trend eine Volatilitätskompression entlang der Laufzeiten: Die 1-Monats-implizite Volatilität fiel von etwa 38% auf 34%, 3- und 6-Monats-Laufzeiten gaben in zwei Wochen jeweils um rund drei Volatilitätspunkte nach. Die Termstruktur bleibt im Contango. Gleichzeitig hat sich die Volatilitätsrisikoprämie ausgeweitet: Der Optionsmarkt preist künftige Schwankungen deutlich höher ein als die jüngst realisierte Volatilität. Genannt wird eine 1-Monats-implizite Volatilität von rund 42% bei einer realisierten Volatilität um 32% – nahe eines 3-Monats-Hochs der Prämie. Die Skew bleibt im Bereich erhöhter Put-Prämien; der jüngste Abverkauf löste jedoch keinen ausgeprägten Sprung in der Nachfrage nach Downside-Hedges aus. Zudem liegen Market-Maker-Positionierungen nahe dem aktuellen Spotkurs; Bitcoin befindet sich in einer Zone maximal negativer Gamma, in der anhaltende Flows tendenziell Schutzbedarf begünstigen. Makro: US-Arbeitsmarkt überrascht, Renditen steigen In den USA stiegen die offenen Stellen im April auf 7,62 Mio. und damit auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren – rund 750.000 über den Markterwartungen. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen kletterte wieder über 4,45%. Der Markt preist eine Wahrscheinlichkeit von über 50% für eine Fed-Zinserhöhung bis Jahresende ein und erwartet keine Zinssenkungen in diesem Jahr. Der US-Dollar-Index hielt sich über 99, was auf eine leichte Straffung der Finanzbedingungen hindeutet. Bitcoin reagierte stärker als andere Risikoanlagen und fiel binnen einer Woche um 13% in den Bereich um 67.000 US-Dollar. US-Spot-ETFs verzeichneten drei Wochen in Folge Nettoabflüsse von insgesamt 4,21 Mrd. US-Dollar – die größte institutionelle Rückgabewelle seit 2026. Das Muster deutet darauf hin, dass Institutionen Risiken vor dem Kursrückgang abbauten, nicht erst danach. Als nächster Prüfstein gilt der US-Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls) am Freitag: Starke Daten könnten den aktuellen Distributionsdruck verlängern, schwächere Daten könnten erstmals Bedingungen für eine Entspannung schaffen. Onchain: zurück in der Bärenmarkt-Spanne Die makroökonomischen Gegenwinde spiegeln sich in Onchain-Daten wider. Der Rückfall unter den True Market Mean von 77,8 Tsd. US-Dollar – ein Maß, das die Kostenbasis aktiver Bestände abbildet und historisch oft die Trennlinie zwischen Bullen- und Bärenmarkt markiert – bestätigt die bärische Dominanz. Dass die Short-Term-Holder-Kostenbasis nun darunter liegt, gilt als Spätphasen-Signal: Neue Käufer akkumulieren unter zentralen Bewertungsniveaus, während die Dauer des Drawdowns die Überzeugung der Anleger testet und strukturelle Brüche beziehungsweise Kapitulation wahrscheinlicher werden. Die Preiszone 78.000 bis 82.000 US-Dollar, in der viele kurzfristige Bestände aufgebaut wurden, steht besonders unter Druck. Mit dem Rückgang Richtung 67.000 US-Dollar nähern sich diese Bestände dem Break-even oder rutschen in Verluste. Ob diese Gruppe hält oder verkauft, dürfte mitentscheiden, ob das Niveau die Angebotswelle absorbieren kann oder ob ein tieferer Rückgang folgt. Fazit Die jüngste Abwärtsbewegung unterstreicht die Fragilität des Marktes: sinkende Profitabilität, steigende realisierte Verluste, sichtbarer Verkaufsdruck im Spotmarkt und ein ETF-Widerstand bei 83.000 US-Dollar, der viele Anleger oberhalb des aktuellen Preisniveaus festhält. Zwar haben Liquidationen Hebel abgebaut, doch es gibt bislang wenig Hinweise auf eine robuste, anhaltende Nachfrage, die das zusätzliche Angebot aufnehmen könnte. Im Optionsmarkt bleibt Downside-Schutz teuer und die Volatilitätsrisikoprämie hoch, ohne dass klassische Paniksignale dominieren. Solange Spot-Nachfrage nicht klar anzieht, ETF-Anleger nicht wieder in die Gewinnzone kommen und der Verkaufsdruck nachlässt, bleibt das Risiko weiterer Abwärtsbewegungen beziehungsweise einer längeren Konsolidierung innerhalb einer übergeordnet bärischen Struktur erhöht.
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vor 54 Min.
Bitcoin fällt 13%: Bärenmarkt bleibt intakt, Spot-ETFs wieder im Minus
Autor: Glassnode AididiaoJP, Foresight News Bitcoin hat in den vergangenen sieben Tagen 13% verloren. Damit brach die Profitabilität im Netzwerk deutlich ein, realisierte Verluste zogen kräftig an. Im Spotmarkt übernahmen Verkäufer erneut die Kontrolle. US-Investoren in Spot-ETFs rutschten nach einem Abpraller nahe ihres durchschnittlichen Einstandsniveaus wieder in nicht realisierte Verluste. Am Optionsmarkt werden weiterhin erhöhte Risiken eingepreist. Überblick - Bitcoin fiel in sieben Tagen um 13% und kehrte in die Mitte der Spanne zwischen Realized Price und "True Market Mean" zurück. - Die Kostenbasis der Short-Term Holder sank auf 76,4K US-Dollar und liegt erstmals seit Januar 2022 unter dem "True Market Mean". Das gilt als typisches Merkmal einer späten Bärenmarktphase. - Der 7-Tage-Durchschnitt des Realized-P&L-Ratio fiel von 3,16 auf 0,29 und ähnelt damit der Panikphase im Februar. Der 90-Tage-Durchschnitt überschritt die Schwelle von 2 nicht, was den Anstieg bis 82K US-Dollar als Bärenmarktrally statt als strukturelle Wende einordnet. - Die täglichen realisierten Verluste stiegen auf 1,35 Mrd. US-Dollar. Davon entfielen 770 Mio. US-Dollar auf Long-Term Holder, die an Zyklushochs verkauften. Die Umverteilung des Angebots beschleunigt sich, ist aber noch nicht abgeschlossen. - Der Kurs scheiterte nahezu punktgenau an der aggregierten Kostenbasis der US-Spot-ETFs bei 83K US-Dollar. Damit liegen durchschnittliche ETF-Anleger wieder im Buchverlust; 83K gilt als zentrale Widerstandszone. - Die Verkäuferdominanz im Spotmarkt nahm zu: Das 7-Tage-Spot-Volumen-Delta drehte deutlich ins Negative und erreichte den schwächsten Stand seit Februar. - Implizite Volatilität komprimiert weiter, zugleich steigt die Volatilitätsrisikoprämie. Der Optionsmarkt preist mehr künftige Schwankung ein als die zuletzt realisierte Volatilität nahelegt. - Skew bleibt im Bereich erhöhter Put-Prämien. Die jüngsten Verkäufe lösten keinen klaren Sprung in der Nachfrage nach Downside-Hedges aus. - Market-Maker-Positionierung konzentriert sich nahe dem Spotpreis; Bitcoin befindet sich in der Zone maximal negativer Gamma, Kapitalflüsse begünstigen Absicherungsnachfrage. Makro: Rückenwind dreht zu Gegenwind Die US-Stellenangebote stiegen im April auf 7,62 Mio. und lagen damit rund 750.000 über den Markterwartungen, der höchste Wert seit fast zwei Jahren. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen kletterte wieder über 4,45%. Der Markt preist eine Wahrscheinlichkeit von über 50% für eine Fed-Zinserhöhung bis Jahresende ein; Zinssenkungen werden für das laufende Jahr nicht erwartet. Der US-Dollar-Index behauptete sich über 99, was auf leicht straffere Finanzierungsbedingungen hindeutet. Bitcoin reagierte stärker als andere Risikoanlagen: Der Kurs fiel in den Bereich um 67.000 US-Dollar. US-Spot-ETFs verzeichneten drei Wochen in Folge Abflüsse von insgesamt 4,21 Mrd. US-Dollar, die größte institutionelle Rückgabewelle seit 2026. Laut Einschätzung reduziert der institutionelle Markt Risiko bereits vor Kursrückgängen, nicht erst danach. Die US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm Payrolls) am Freitag gelten als nächster Prüfstein: Starke Daten könnten den Verteilungsdruck aufrechterhalten, schwache Daten würden Raum für eine erste Entspannung schaffen. On-Chain: zurück in der Bärenmarktzone Die makrogetriebenen Belastungen spiegeln sich in einer deutlichen Verschlechterung der On-Chain-Kennzahlen. Der Rückgang um 13% zog den Kurs vom "True Market Mean" bei 77,8K US-Dollar nach unten. Diese Größe bildet die Kostenbasis aktiv gehandelter Bestände ab und diente historisch als Trennlinie zwischen Bullen- und Bärenmarkt. Bei etwa 67K US-Dollar liegt Bitcoin mittig in dieser Zone. Dass der Markt das Niveau um 77,8K nicht verteidigen konnte, stützt die Bärenmarkt-These. Auffällig ist die Short-Term-Holder-Kostenbasis: Sie fiel auf 76,4K US-Dollar und liegt damit unter dem "True Market Mean", zuletzt im Januar 2022 beobachtet. Das deutet darauf hin, dass neue Käufer unter wichtigen Bewertungsniveaus akkumulieren. In späten Bärenmarktphasen steigt damit historisch die Wahrscheinlichkeit struktureller Brüche oder größerer Kapitulationen. Die Profitabilität kollabierte entsprechend. Der 7-Tage-Durchschnitt des realisierten Gewinn/Verlust-Verhältnisses sank auf 0,29, realisierte Verluste dominieren damit das Ausgabeverhalten. Am 7. Mai lag derselbe Wert bei 3,16, als der Markt im Zuge der Rally bis 82K US-Dollar Gewinne realisierte. Der 90-Tage-Durchschnitt blieb jedoch unter 2, einem Niveau, das typischerweise für echte Bullenmarkt-Kapitalflüsse steht. Die Diskrepanz spricht für fehlende strukturelle Überzeugung und eher für ein lokales Top im Bärenmarkt. Neue Käufer unter Druck Der Rücksetzer brachte jüngst akkumuliertes Angebot in die Verlustzone. Laut Verteilung der Short-Term-Holder-Kostenbasis nähert sich der Kurs mit 67K US-Dollar der unteren Kante des seit Februar aufgebauten Angebotsclusters. Viele Short-Term Holder sehen Gewinne zusammenschmelzen oder ins Minus drehen. Besonders unter Druck stehen Positionen aus dem Bereich 78K–82K US-Dollar. Ob diese Gruppe hält oder verkauft, dürfte über die Tragfähigkeit des aktuellen Preisniveaus entscheiden. Realisierte Verluste steigen in allen Gruppen Mit der Rückkehr ans untere Ende der Dreimonatsspanne weitete sich der Druck von der jüngsten Angebotsbasis auf breitere Bestände aus. Die täglichen realisierten Verluste stiegen auf 1,35 Mrd. US-Dollar. Rund 770 Mio. US-Dollar pro Tag entfallen auf Long-Term Holder, die vor Januar 2026 gekauft hatten. Der Rest stammt von Käufern aus 2026, die zwischen 67K und 82K US-Dollar akkumulierten und nun unter Einstand aussteigen. Dieses Muster – Verlustverkäufe älterer Bestände und Übergang des Angebots an neue Käufer zu niedrigeren Preisen – ist typisch für Bodenbildungsprozesse. Die aktuelle Geschwindigkeit legt nahe, dass die Bereinigung noch nicht abgeschlossen ist. Off-Chain: ETF-Kostenbasis wird zum Deckel Der jüngste Erholungsversuch scheiterte nahe der aggregierten US-Spot-ETF-Kostenbasis bei 83K US-Dollar. Ein zuvor stützendes Niveau wird damit als Widerstand bestätigt. Das spricht dafür, dass ein Teil der ETF-Anleger die Rally zur Positionsreduktion oder zum Ausstieg auf Einstand nutzte. Da ETF-Zuflüsse in diesem Zyklus eine zentrale Nachfragequelle waren, ist das Signal relevant: Gelingt es dem Kurs nicht, die durchschnittliche Kostenbasis zurückzuerobern, überwiegt Angebot aus "unter Wasser" liegenden Beständen die neue Nachfrage. Die ETF-Kostenbasis bleibt ein Schlüssellevel. Ein klarer Durchbruch über 83K US-Dollar würde die durchschnittliche ETF-Position wieder in den Gewinn bringen und könnte die Stimmung stabilisieren. Solange das ausbleibt, bleibt ETF-Positionierung ein Belastungsfaktor: Risikoabbau bei Stärke statt Aufbau. Spot-Nachfrage bricht weg Die Finanzierung über den Kassamarkt hat sich in den vergangenen zwei Wochen deutlich verschlechtert. Das 7-Tage-Spot-Volumen-Delta rutschte ins Negative und markierte den schwächsten Stand seit dem Abverkauf im Februar. Aggressive Verkäufer dominieren damit erneut das Orderbuch. Das ist auch deshalb auffällig, weil April und Anfang Mai von spotgetriebener Akkumulation geprägt waren: Käufer absorbierten Verkaufsdruck, das Volumen-Delta war positiv, Bitcoin stieg von Mitte 60.000 bis 80K US-Dollar. Diese Nachfragewelle ist versiegt, Verkäufer haben die Kontrolle zurückgewonnen. Anhaltend negatives Volumen-Delta geht häufig mit Kapitulation oder dem Beginn eines größeren Trendwechsels einher. Aktuell spricht das Bild für eine Verteilungsphase, in der Rallys zum Verkauf genutzt werden. Eine deutliche Erholung der Spot-Nachfrage bleibt ein zentrales Signal für eine nachhaltige Stabilisierung. Futures: große Long-Liquidationen Die Korrektur löste eines der größten Liquidationsereignisse des Zyklus aus: Über 400 Mio. US-Dollar an gehebelten Long-Positionen wurden geschlossen, als Bitcoin unter 70.000 US-Dollar fiel. Solche Ereignisse reduzieren Überhebelung und setzen Positionierungen zurück. Im Vergleich zu den Korrekturen im Oktober 2025 und Februar 2026 blieb das Ausmaß jedoch geringer, was auf moderatere Hebelung vor dem Rückgang hindeutet. Entscheidend bleibt, ob Spot-Käufer die frei werdende Angebotsmenge aufnehmen können. Optionen: Volatilität komprimiert, Risikoprämie steigt Trotz der starken Spotbewegung bleibt der dominante Trend eine Kompression der impliziten Volatilität über die gesamte Laufzeitenstruktur. Die einmonatige implizite Volatilität sank von etwa 38% auf 34%. Drei- und sechsmonatige Laufzeiten gingen in den vergangenen zwei Wochen jeweils um rund drei Volatilitätspunkte zurück. Die Struktur bleibt im Contango, Forward-Volatilitäten handeln weiterhin über den kurzfristigen Niveaus. Das signalisiert, dass die Schwäche eher als lokales Ereignis und nicht als Auslöser für eine breitere Neubewertung der Volatilität gesehen wird. Gleichzeitig weitete sich die Volatilitätsrisikoprämie aus: Der Markt preist höhere künftige Schwankungen ein, als die zuletzt realisierte Volatilität zeigt. Die einmonatige implizite Volatilität liegt bei etwa 42%, die realisierte Volatilität bei rund 32%. Skew bleibt im Bereich teurerer Puts, also erhöhter Absicherungskosten nach unten. Fazit Der jüngste Rückgang stärkt die Einschätzung eines fragilen Marktumfelds. Schwächesignale zeigen sich in der On-Chain-Profitabilität, im Verhalten von Anlegergruppen, in ETF-Positionierungen und in der Spot-Nachfrage. Die ETF-Kostenbasis bei 83K US-Dollar wirkt als Widerstand und verstärkt den Verkaufsdruck, realisierte Verluste ziehen an, Long-Term Holder verkaufen in größerem Umfang. Zwar haben Liquidationen Hebel aus dem System genommen, ein klarer, nachhaltiger Nachfrageschub im Spotmarkt ist bislang nicht erkennbar. Der Optionsmarkt signalisiert weiterhin Nachfrage nach Downside-Schutz und höherer künftiger Volatilität, ohne ausgeprägte Panik. Solange Spot-Nachfrage nicht zurückkehrt, ETF-Anleger nicht wieder in die Gewinnzone kommen und der Verkaufsdruck nicht nachlässt, bleibt das Risiko weiterer Abgaben innerhalb einer übergeordnet bärischen Struktur erhöht.
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vor 55 Min.
Marktstimmung kippt deutlich ins Bärische: Funding Rates fallen unter 0,005%
BlockBeats, 5. Juni: Daten von Coinglass zeigen, dass die Funding Rates an den großen CEXs und DEXs deutlich nachgegeben haben. Auslöser ist der kräftige Rückgang von Bitcoin, der im Tagesverlauf bis auf 61.126,01 US-Dollar fiel. Die aktuellen Werte deuten damit erneut auf eine ausgeprägt bärische Marktstimmung hin, wie die beigefügte Grafik zeigt. BlockBeats-Einordnung: Die Funding Rate ist eine von Krypto-Börsen festgelegte Gebühr, die bei Perpetual-Futures dazu dient, den Kontraktpreis nahe am Preis des zugrunde liegenden Assets zu halten. Dabei werden Zahlungen zwischen Long- und Short-Positionen ausgetauscht; die Plattform selbst vereinnahmt diese Gebühr nicht. Sie beeinflusst die Haltekosten beziehungsweise Erträge von Positionen und trägt so zur Preisannäherung an den Spotmarkt bei. Als Basis gilt eine Funding Rate von 0,01%. Werte oberhalb von 0,01% sprechen für eine insgesamt bullische Marktverfassung. Fällt die Funding Rate unter 0,005%, wird der Markt in der Regel als überwiegend bärisch eingestuft.
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vor 1 Std.
Grayscale-Researchchef: Druck auf Strategys gehebeltes Modell treibt Bitcoin-Volatilität
Zach Pandl, Researchchef bei Grayscale, sieht in Strategys jüngstem Verkauf von 32 BTC einen Auslöser für neue Zweifel am kreditfinanzierten Akkumulationsmodell des Unternehmens. Sinkende Kurse der Vorzugsaktien könnten die Dividendenlast erhöhen und damit das Risiko weiterer Bitcoin-Verkäufe steigern. Nach Einschätzung von Grayscale wird Strategys Spielraum, weiterhin BTC zuzukaufen, zunehmend enger – mit entsprechendem Effekt auf die Volatilität am Gesamtmarkt. Um einen tragfähigen Boden auszubilden, könnte Bitcoin zusätzliche Käufer benötigen.
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vor 1 Std.
UPDATE: Hedgefonds trennten sich im Q1 von Spot-Bitcoin-ETFs im Gegenwert von 31.400 BTC – Banken stockten um 7.800 BTC auf
UPDATE: Im ersten Quartal haben Hedgefonds Spot-Bitcoin-ETFs im Gegenwert von 31.400 BTC verkauft. Banken gingen in die andere Richtung und erhöhten ihre Positionen um 7.800 BTC.
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vor 2 Std.
Bitcoin-Einbruch löst 1,76 Mrd. US-Dollar an Liquidationen aus – Nachfrageboden weiter unklar
Kernaussage: Bitcoin fiel intraday bis auf 61.349 US-Dollar und löste dabei Liquidationen von rund 1,76 Mrd. US-Dollar aus. Anschließend erholte sich der Kurs in Richtung Mitte der 63.000er-Zone. Laut Lacie Zhang hat die Liquidationswelle überfüllte bullische Hebelpositionen aus dem Orderbuch gespült. Ein Bericht von Glassnode vom 3. Juni bezifferte den Rückgang von BTC auf 13% innerhalb von sieben Tagen; zugleich sank die Kostenbasis kurzfristiger Halter auf etwa 76.400 US-Dollar. Nicolai Sondergaard zufolge verzeichneten BTC und ETH nach dem Bounce Nettozuflüsse auf Börsen. US-gehandelte Spot-Bitcoin-ETFs setzten ihre Abflussserie derweil auf 13 Sitzungen in Folge fort, insgesamt mit Abzügen von rund 4,4 Mrd. US-Dollar. Standard Chartereds Geoffrey Kendrick bekräftigte sein Bitcoin-Kursziel von 100.000 US-Dollar bis Jahresende 2026. Ein Rutsch unter 60.000 US-Dollar berge das Risiko einer neuen Verkaufswelle. Warum das wichtig ist: Der Abbau von Hebel kann Zwangsverkäufe dämpfen. Für einen belastbaren Boden muss die Nachfrage zurückkehren – erst dann lässt sich eine Erholung als tragfähig einordnen. Marktstimmung: Vorsichtig bärisch; Risk-off; flow-getrieben; De-Risking. Begründung: Die Liquidationen von rund 1,76 Mrd. US-Dollar lassen die Gegenbewegung eher als Bereinigungsereignis erscheinen denn als bestätigte Nachfragerückkehr. Historischer Vergleich: Während des Bitcoin-Abverkaufs im Mai 2021 fiel BTC laut Chainalysis vom Hoch bei 58.000 US-Dollar am 12. Mai auf ein Tief bei 36.000 US-Dollar am 19. Mai und erholte sich anschließend in Richtung 40.000 US-Dollar. Chainalysis sah vor allem Retail-Verkäufe als Treiber. Unterschied: Aktuell stehen ETF-Abflüsse und Zuflüsse auf Börsen im Vordergrund. Das Verhalten institutioneller Nachfrage wird damit zum entscheidenden Bestätigungspunkt. Folgewirkungen: Eine Hebelbereinigung kann den Druck durch Zwangsliquidationen reduzieren. Hält das Spot-Angebot an, bleibt die Liquidität defensiv. Setzen sich ETF-Abflüsse und Börsenzuflüsse fort, muss der Liquidations-Reset nicht in einem Nachfrageboden münden. Normalisieren sich Funding-Raten, ohne dass das Open Interest zu schnell wieder steigt, kann sich eine sauberere Erholungsstruktur ausbilden. Chancen & Risiken: Chancen: Lassen ETF-Abflüsse nach oder drehen, und flauen Börsenzuflüsse ab, kann ein Positionsaufbau nach bestätigten Spot-Käufen als mögliches Einstiegssignal gelten. Risiken: Fällt Bitcoin unter 60.000 US-Dollar und halten ETF-Abflüsse an, kann eine Reduktion der Exponierung oder Absicherung helfen, das Abwärtsrisiko einer weiteren Welle erzwungener Verkäufe zu begrenzen.
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